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Die Söldner von Putins Freund verüben in Syrien Gräueltaten

Die russische Ausgabe “Nowaja Gaseta” veröffentlichte zwei neue Videos über den Mord an einem syrischen Einwohner, der vermutlich 2017 von Söldnern der PMC “Wagner” begangen wurde. Der Führer dies privaten Militärunternehmen ist Herr Jewgeni Prigoschin, der Freund von russischen Präsidenten Putin.

Das Videomaterial zeigt, wie die Handgranate in die Leistengegend des Gefangenen explodiert wird; dann wird er mit einem automatischen Gewehr erschossen, mit einem Vorschlaghammer getroffen und dann zerstückelt.

“Nowaja Gaseta” veröffentlichte auch mehrere Fotos, die zeigen, dass der Kopf dem Opfer nach dem Mord abgetrennt und an einem Zaun aufgehängt wurde.

Darüber hinaus nannte die russische Zeitung den vollständigen Namen eines der mutmaßlichen Teilnehmer an dem Massaker. Dies ist Stanislav Dychko, geboren 1990. Laut “Nowaja Gaseta” ist er seit 2016 im PMC “Wagner” gelistet und davor diente er in der Polizei von Stawropol.

“Wenn das zuvor veröffentlichte Filmmaterial die Mitarbeiter des Untersuchungausschußes RF nicht beeindruckt hat (während es z.B. Dmitri Peskow beeindruckt hat) und die Ermittler keine Anzeichen des Verbrechens sahen, dann schlagen wir vor, sich mehr anzuschauen”, sagte “Nowaja Gaseta”.

Der fragliche Mord fand im Juni 2017 auf dem Gasfeld Al-Shaer in Syrien statt. Das mutmaßliche Opfer war der Syrer Hammadi Tah Al-Butt, der von der Armee Baschar Assads desertierte, nicht irgendein Kämpfer des Islamischen Staates.

Im November 2019 veröffentlichte die Zeitung “Nowaja Gaseta” ein Video, in dem Menschen, die sich über den Syrer lustig machten, Russisch sprachen. In der Veröffentlichung hieß es, dass einer der Teilnehmer der Hinrichtung – ein Kämpfer des PMC “Wagner” Stanislav D. (sein vollständiger Name wurde damals nicht angegeben).

Später nannte die russische Publikation “Fontanka” vier weitere Söldner von PMC “Wagner”, die angeblich an der Folterung und Ermordung eines Syrers beteiligt waren. Insgesamt waren nach Angaben der “Nowaja Gaseta” fünf bis sieben Personen an dem Mord beteiligt.

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