Außenpolitik

Haus in Israel von Rakete getroffen – sieben Verletzte

In einer Gemeinschaftssiedlung nahe Tel Aviv heulen plötzlich die Alarmsirenen. Ein Haus wird von einer Rakete getroffen. Die israelische Armee hatte zuvor Luftangriffe auf zwei Hamas-Stellungen im Gazastreifen geflogen.

Ein Haus nordöstlich der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv ist am Montag nach Polizeiangaben direkt von einer Rakete getroffen worden. Dabei wurden in der Ortschaft Mischmeret nach Angaben von Sanitätern sieben Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv bestätigte, man habe einen Raketenabschuss aus dem Gazastreifen festgestellt. In der israelischen Gemeinschaftssiedlung habe es zuvor Raketenalarm gegeben.

Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom waren unter den Verletzten auch drei Kinder – ein Baby, ein dreijähriges Kleinkind und eine Zwölfjährige. Eine 60-jährige und eine 30-jährige Frau seien unter anderem durch Raketensplitter verletzt worden. Zudem würden einige Menschen wegen Schocks behandelt. Das beschossene Haus ging in Flammen auf. Die Polizei sperrte das Gebiet ab.

Trump empfängt Netanjahu

Am 14. März hatte es den ersten palästinensischen Raketenangriff auf die Küstenmetropole Tel Aviv seit dem Gaza-Krieg 2014 gegeben. Daraufhin hatte Israels Luftwaffe rund 100 Ziele in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer bombardiert. Damals hieß es, die beiden Geschosse seien versehentlich aus dem Gazastreifen abgefeuert worden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll am Montagabend von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus empfangen werden.

Der Konflikt mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte sich zuletzt wieder verschärft. An der Grenze zu Israel kommt es wieder verstärkt zu teilweise gewaltsamen Protesten

Israel hat zwei Hamas-Stellungen im Visier

Am Sonntagabend hatten israelische Panzer nach Armeeangaben Hamas-Posten in dem Palästinensergebiet beschossen. Militante Palästinenser hätten zuvor Flugkörper mit Sprengsätzen nach Israel geschickt und Soldaten an der Grenze mit Sprengsätzen beworfen.

Seit Beginn der Proteste vor einem Jahr sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums an der Gaza-Grenze mehr als 260 Palästinenser getötet und Tausende verletzt worden. Die Demonstranten fordern unter anderem ein Ende der seit mehr als einem Jahrzehnt andauernden Blockade des Palästinensergebiets am Mittelmeer.

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